© Erzbistum Berlin/Jörg FarysBild: © Erzbistum Berlin/Jörg Farys

Helau & Ciao!

© P. Felix M. Meckl OSA
Es gilt das am 15. Februar 2026 in St. Augustinus, Berlin gesprochene Wort.

Liebe Schwestern und Brüder,
alle dazwischen und außerhalb,

Zwar sind wir nicht verkleidet hier,
doch mancherorts – man glaubt es schier,
tobt Fastnacht, Karneval und Chaos
während andre würd´n flüchten gern auf Laos.
Keine Sorg, ich will´s nicht übertreiben,
doch in Reimen euch die Predigt schreiben.

Der Fasching zeigt mit Spaß und List:
Dass jeder mehr als Maske ist.
Menschen lachen, singen, tanzen gern,
vergessen Sorgen nah und fern.
Doch draußen, jenseits unsrer Tür,
steht eine Welt in Kälte, Angst und Gier.

Die Nachrichten sind laut und schwer,
von Krieg und Streit — es wird nicht leer.
Die Mächt´gen ringen mit Gewalt,
manch Zukunft scheint schon eisig kalt.
Grad für jene, die bald zur Musterung sollen,
da ist viel müssen, wenig wollen.

Verunsichert ist groß und klein,
wie soll da noch Vertrauen sein?
Was gilt, was trägt, was bleibt bestehn,
wenn Sicherheiten untergehn?
Weil Trumps und Putins Marionetten,
auch in Deutschlands – SOGENANNTER – Alternative kletten.
Deren Polemik, Hass und Lügereien,
mir mächtig schlagen auf die Innereien.

Da hören wir für Korinth ein Wort,
von Paulus — klar, er war da tief im Ort:
Nicht Menschenklugheit zählt allein,
Gott weiht uns in sein Geheimnis ein.

Was keiner sah, was keiner dacht,
hat Gott für seine Freund´ gemacht.
Sein Geist lässt uns eine Tiefe sehn,
wo seine Hoffnung im Dunkel kann bestehn.

Nicht Lärm der Welt, nicht Macht, nicht Geld
bestimmt, was wirklich Zukunft hält.
Gott spricht im Stillen, leise, sacht,
doch stärker als der Waffen Macht.

Sein Reich besteht aus Glas und Licht,
dort jeder Mensch zeigt sein Gesicht,
dort alle nur auf Liebe und Vertrauen bauen,
nicht Blöd- und Grobiane uns verhauen.

Einigkeit die Herzen bindet,
damit jede und jeder seinen Platz dort findet.
Gottes Reich es wächst schon auf Erden,
auch in uns, es muss gesehen werden.

Uns Jesus sagt am Berg so klar,
was Gottes guter Wille war:
Das Gesetz — nicht alt, nicht überholt,
sondern von Liebe ganz durchholt.

Nicht nur die Tat, auch Herz und Sinn
führt uns zum Nächsten hin.
Schon Zorn verletzt, schon Hass macht blind,
weil wir doch alle nur Geschwister sind.

Er ruft zur Wahrheit ohne Spiel:
Euer Ja sei Ja — das ist das Ziel.
Kein Schwur, kein Trug, kein falscher Schein,
Gott lädt zur klaren Rede ein.

Diese Rede muss von innen kommen,
weltzugewandt, nicht wie die Frommen.
Ehrlich, tolerant und weise,
nicht immer laut, meist eher leise.
Die Botschaft Jesu, sie will alle sammeln,
jene auch die still vergammeln.

Wie passt das nun zur Narrenzeit,
zu Büttenwort und Heiterkeit?
Wo Spaß und Lachen vorgeschrieben,
trotz aller Sorgen und auch Kriegen?
Sehr gut passt´s — wenn wir es recht verstehn:
Auch Masken können Wahrheit säen.

Denn wer im Spaß Gottes Wahrheit sagt,
hat oft das Tiefste laut gewagt.
Der Narr hält allen Spiegel vors Gesicht,
damit das Herz sein Urteil spricht.

So schaun wir auch zur KSG noch hin,
Semesterende und ein Neubeginn.

Die Prüfungszeit dünnt unsere Reihen,
weil viele doch schon Zeit sich leihen,
damit die Noten besser werden,
mit Leistungsdruck und Rückenbeschwerden.

Doch auch diese Stunden geh´n vorbei,
ihr alle wisst´s, ich red´kein Brei:
Ein notwendiges Übel ist´s für alle doch,
Augen zu und Ärmel hoch.
Bald ist´s geschafft und ihr könnt liegen,
in Sonnenstuhl und Erholungsbetrieben.

Wir vom Hauptamt drücken euch die Daumen,
sind da für euch mit Segen und Pflaumen,
bei ora et labora-Treffen,
wo ihr den Druck sollt dann vergessen.

Nach Ostern beginnt ein neues Semester,
das Osterfest wirkt wie Silvester,
wo nicht Jahr und Datum sich erneuen,
sondern Jesu Vorbild will erfreuen.

Erfreut sind alle wir auch hier,
geschrieben steht´s dort auf Papier:
zwei neue Gesichter und ein Bekanntes,
Männlein, Weiblein und Verwandtes,
der Gemeinderat wurd´ neu gewählt,
ein Onlinetool hat´s ausgezählt.

Danke für den Dienst euch allen,
tut es gern, es wird euch g´fallen.
Gemeinsam wollen wir Großes vollbringen
ohne Wundertaten wird´s auch gelingen:
Termine für Studis und andere Gruppen,
mit Engagement und Spaß zu wuppen.

So lasst uns heut im Feierkleid
nicht fliehen vor der ernsten Zeit.
WIR tragen Hoffnung in die Welt,
die Gott in unsre Herzen stellt.

Wenn Lachen Angst ein wenig bricht,
dann wirkt darin schon Gottes Licht.
Wenn Wahrheit klingt in Scherz und Wort,
trägt Fasching Glauben weiter fort.

Drum geht hinaus mit frohem Mut,
Gott meint es mit uns Menschen gut.
Sein Geist zeigt Wege — Schritt für Schritt,
geht Jesus doch in allen mit.

Helau dem Glauben, der uns hält,
Alaaf der Hoffnung für die Welt.
Amen.