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KSG-Gottesdienst: It's All About Love

am 14. Februar 2021 von 18:00 Uhr bis 19:00 Uhr

Berlin

Die Liebesgedichte aus dem Valentinstagsgottesdienst

Soneto LXXXI Ya eres mia (Pablo Nerruda)

Ya eres mía. Reposa con tu sueño en mi sueño.
Amor, dolor, trabajos, deben dormir ahora.
Gira la noche sobre sus invisibles ruedas
y junto a mí eres pura como el ámbar dormido.

Ninguna más, amor, dormirá con mis sueños.
Irás, iremos juntos por las aguas del tiempo.
Ninguna viajará por la sombra conmigo,
sólo tú, siempreviva, siempre sol, siempre luna.

Ya tus manos abrieron los puños delicados
y dejaron caer suaves signos sin rumbo,
tus ojos se cerraron como dos alas grises,

mientras yo sigo el agua que llevas y me lleva:
la noche, el mundo, el viento devanan su destino,
y ya no soy sin ti sino sólo tu sueño.

Sonnet 81 Ya eres mia (Pablo Nerruda)

And now you’re mine. Rest with your dream in my dream.
Love and pain and work should all sleep, now.
The night turns on its invisible wheels,
and you are pure beside me as a sleeping amber.

No one else, Love, will sleep in my dreams. You will go,
we will go together, over the waters of time.
No one else will travel through the shadows with me,
only you, evergreen, ever sun, ever moon.

Your hands have already opened their delicate fists
and let their soft drifting signs drop away; your eyes closed like two gray
wings, and I move

after, following the folding water you carry, that carries
me away. The night, the world, the wind spin out their destiny.
Without you, I am your dream, only that, and that is all.

+++

Pizzera & Jaus – kaleidoskop

I wü net dast ma gheast
I wü dast ma an bam aufstöhst wonnst di nd scheast
Und i wü das du so fühst
Dass du ohne mi konnst oba net ohne mi wüst
Dass du ohne mi konnst oba net ohne mi wüst
Und i wü, waun is ned gspia
Dast ma offen ins gsicht sogst waun i di valier
Und i wü wal i so bin
Dass du des wüst wos i wü vo dir grod wal i so bin
Damits wast wie i fühl, werd is da erklärn
Mit dir wü i ned oid wern mit dir wü i jung sterbn
Mit dir wü i ned oid wern mit dir wü i jung sterbn
Und i was wos i an dir hob
Wei du ois perfekt zom füllst wie a Kaleidoskop
Und i werd, weilst as verdienst
Di auf Händen durchs Lebn trong ois klana Vadienst
Di auf Händen durchs Lebn trong ois klana Vadienst
Und i was das a liab sei vablosst
Doch i werds da beweisen so long du mi losst
Und i werd, wonnst as ma sogst
Dir zua hean wie du fühlst und wos du wüst wonn du mogst
Damits wast wie i füh‘, werd is da erklärn
Mit dir wü i ned oid wern mit dir wü i jung sterm
Mit dir wü i ned oid wern mit dir wü i jung sterm
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma
Greif mit mir noch de Stern und vabrenn da die finger
Vielleicht wer ma rean oba vielleicht hoids fia imma

Ich will nicht, dass du mir gehörst
Ich will, dass du dich mir widersetzt, wenn es dich nicht kümmert
Und ich will, dass du so fühlst
Dass du ohne mich kannst, aber nicht ohne mich willst
Dass du ohne mich kannst, aber nicht ohne mich willst

Und ich will, dass wenn ich’s nicht spür,
dass du’s mir ins Gesicht sagt, wenn ich dich verlier
und ich will, weil ich so bin
dass du das weißt, was ich will von dir, gerade weil ich so bin

Damit du weißt, wie ich fühl, wird ich dir’s erklärn
Mit dir würde ich nicht alt werden, mit dir würde ich jung sterben
Mit dir würde ich nicht alt werden, mit dir würde ich jung sterben

Und ich weiß, was ich an dir hab
Weil du uns perfekt zusammenfügst wie ein Kaleidoskop
und ich werd, weil du es verdienst
dich auf Händen durchs Leben tragen als kleiner Verdienst
dich auf Händen durchs Leben tragen als kleiner Verdienst

Und ich weiß, dass eine Liebe schnell verblasst
Doch ich wird dir’s beweisen, solange du mich lässt
Und ich werde, wenn du es mir sagst,
Dir zuhörn, wie du fühlst und was du willst, wenn du magst
Damit du weißt, wie ich fühl, wird ich dir’s erklärn
Mit dir würde ich nicht alt werden, mit dir würde ich jung sterben
Mit dir würde ich nicht alt werden, mit dir würde ich jung sterben

Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer
Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer Greif mit mir nach den Sternen und verbrenn dir die Finger
Vielleicht werden wir weinen aber vielleicht hälts für immer

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Für Einen (1934) (Mascha Kaleko)

Die Andern sind das weite Meer.
Du aber bist der Hafen.
So glaube mir: kannst ruhig schlafen,
Ich steure immer wieder her.

Denn all die Stürme, die mich trafen,
Sie ließen meine Segel leer.
Die Andern sind das bunte Meer,
Du aber bist der Hafen,

Du bist der Leuchtturm. Letztes Ziel.
Kannst Liebster, ruhig schlafen.
Die Andern … das ist Wellenspiel,

Du aber bist der Hafen.

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Weil du nicht da bist (Mascha Kaleko)

Weil du nicht da bist, sitze ich und schreibe
All meine Einsamkeit auf dies Papier.
Ein Fliederzweig schlägt an die Fensterscheibe.
Die Maiennacht ruft laut. Doch nicht nach mir.

Weil du nicht da bist, ist der Bäume Blühen,
Der Rosen Duft vergebliches Bemühen,
Der Nachtigallen Liebesmelodie
Nur in Musik gesetzte Ironie.

Weil du nicht da bist, flücht ich mich ins Dunkel.
Aus fremden Augen starrt die Stadt mich an
Mit grellem Licht und lärmendem Gefunkel,
Dem ich nicht folgen, nicht entgehen kann.

Hier unterm Dach sitz ich beim Lampenschirm;
Den Herbst im Herzen, Winter im Gemüt.
November singt in mir sein graues Lied.
»Weil du nicht da bist« flüstert es im Zimmer.

»Weil du nicht da bist« rufen Wand und Schränke,
Verstaubte Noten über dem Klavier.
Und wenn ich endlich nicht mehr an dich denke,
Die Dinge um mich reden nur von dir.

Weil du nicht da bist, blättre ich in Briefen
Und weck vergilbte Träume, die schon schliefen.
Mein Lachen, Liebster, ist dir nachgereist.
Weil du nicht da bist, ist mein Herz verwaist.

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Was es ist (Erich Fried)

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe

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6 1 Kor 13
Lesung aus dem ersten Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth 

Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke.
Und wenn ich prophetisch reden könnte und alle Geheimnisse wüsste und alle Erkenntnis hätte;
wenn ich alle Glaubenskraft besäße und Berge damit versetzen könnte,
hätte aber die Liebe nicht, wäre ich nichts.
Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte und wenn ich meinen Leib opferte, um mich zu rühmen,
hätte aber die Liebe nicht, nützte es mir nichts.
Die Liebe ist langmütig, die Liebe ist gütig.
Sie ereifert sich nicht, sie prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf.
Sie handelt nicht ungehörig, sucht nicht ihren Vorteil, lässt sich nicht zum Zorn reizen, trägt das Böse nicht nach.
Sie freut sich nicht über das Unrecht, sondern freut sich an der Wahrheit.
Sie erträgt alles, glaubt alles, hofft alles, hält allem stand.
Die Liebe hört niemals auf.
Prophetisches Reden hat ein Ende, Zungenrede verstummt, Erkenntnis vergeht.
Denn Stückwerk ist unser Erkennen, Stückwerk unser prophetisches Reden;
wenn aber das Vollendete kommt, vergeht alles Stückwerk.
Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind und urteilte wie ein Kind.
Als ich ein Mann wurde, legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel und sehen nur rätselhafte Umrisse, dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. Jetzt ist mein Erkennen Stückwerk, dann aber werde ich durch und durch erkennen, so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.
Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; doch am größten unter ihnen ist die Liebe.
Wort des lebendigen Gottes

If I speak in the tongues[1] of men or of angels, but do not have love, I am only a resounding gong or a clanging cymbal.
2 If I have the gift of prophecy and can fathom all mysteries and all knowledge, and if I have a faith that can move mountains, but do not have love, I am nothing.
3 If I give all I possess to the poor and give over my body to hardship that I may boast,[2] but do not have love, I gain nothing.
4 Love is patient, love is kind. It does not envy, it does not boast, it is not proud.
5 It does not dishonor others, it is not self-seeking, it is not easily angered, it keeps no record of wrongs.
6 Love does not delight in evil but rejoices with the truth.
7 It always protects, always trusts, always hopes, always perseveres.
8 Love never fails. But where there are prophecies, they will cease; where there are tongues, they will be stilled; where there is knowledge, it will pass away.
9 For we know in part and we prophesy in part,
10 but when completeness comes, what is in part disappears.
11 When I was a child, I talked like a child, I thought like a child, I reasoned like a child. When I became a man, I put the ways of childhood behind me.
12 For now we see only a reflection as in a mirror; then we shall see face to face. Now I know in part; then I shall know fully, even as I am fully known.
13 And now these three remain: faith, hope and love. But the greatest of these is love.


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